Antioxidantien am Beispiel – Vitamin C

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Vitamin C, eines der stärksten Antioxidantien

Ascorbinsäure bzw. Vitamin C gilt im Volksmund immer noch als Substanz gegen Krankheiten und gehört zu den Basistherapeutika bei Erkältungen. Vitamin C entfaltet seine Funktion allerdings an so viel mehr Stellen als nur im Immunsystem, wo es die Zellabwehr stimuliert, zu einer längeren Lebensdauer der Immunzellen beiträgt und diese ebenfalls vor Inaktivierung und Zerstörung durch Oxidation schützt. 

Bevor wir in die Tiefe gehe, sprechen wir noch einmal kurz über generelle Vorgänge die im Körper ablaufen. Ich bin im Artikel über STRESS schon einmal grob auf die Sauerstoffradikale eingegangen. Doch nun ein wenig genauer. 

In unserem Körper laufen ständig Reaktionen ab, einige davon sind gewollt, andere weniger. Diese ungewollten Reaktionen können unterschiedlicher Genese sein und auch verschiedenste Folgen mit sich bringen. Beispielsweise gibt es einige Moleküle, die aufgrund solchen Reaktionen aktiviert werden, dann wiederum einige andere Reaktionen in Gang setzen und was unterm Strich dabei raus kommt, sind beispielsweise generalisierte Entzündungen oder Schäden innerhalb unserer DNA, was ebenfalls erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringt. Es geht also darum die Reaktionen, die ungewollt sind, auf ein Minimum zu reduzieren. 

Doch was genau sind nun diese ungewollten Reaktionen und wie laufen diese ab? 

Um jetzt nicht näher in die Tiefen der Biochemie abzudriften, versuchen ich es so einfach wie nötig und so verständlich wie möglich zu halten. 

Es gibt eine sehr reaktive Molekülart in unserem Körper, die sogenannten Radikale. Dies entstehen durch eine Vielzahl an Prozessen, wie z.B. schlechte Ernährung, Stress, zu viel Sonnenlicht, Medikamente und viele mehr. Diese Teilchen bestehen meistens aus Sauerstoff und werden daher reaktive Sauerstoffspezies oder Sauerstoffradikale genannt. Diese Radikale schwimmen ,,immer’’ in unserem ganzen Körper herum und versuchen mit allem was sie finden können zu reagieren. Sie greifen also förmlich alle unsere Strukturen an und verändern deren Struktur und damit auch deren Funktion. Diese Reaktion nennt sich biochemisch eine Oxidation.

Kommt es zu dieser Oxidation, so kann die Molekülstruktur des betroffenen Teilchens so sehr verändern, dass es eine andere Funktion aufweist - es kann zu einer Aktivierung oder auch zu einer Inaktivierung kommen. Die Natur hat sich für diesen Fall allerdings etwas einfallen lassen, die Antioxidantien. Dies sind Moleküle, welche die Sauerstoffradikale abfangen. Mit anderen Worten die Antioxidantien gehen die eben erläuterte Oxidation ein, haben aber keine Nebenwirkungen und schützen damit unsere körpereigenen Strukturen. Unser Körper weiß sich also zu schützen! Problematisch wird es nur, wenn die Antioxidantien nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind und die Radikale überwiegen. 

Wann kann das der Fall sein? 

Ganz einfach, entweder es werden zu viele Antioxidatien verbraucht, wie es z.B. bei zu viel Stress ist oder aber die Aufnahme ist nicht ausreichend. In der Regel liegt eine Kombination von beiden Möglichkeiten vor, die Personen haben zu viel Stress und essen nicht genügend Vitamine. 

Die meisten Vitamine, insbesondere Vitamin C, gehören zu den Antioxidantien und werden von vielen in zu geringen Konzentration möglich zu sich genommen.

Vitamin C ist eines der potentesten Antioxidantien, was also bedeutet, dass es reaktive Sauerstoffradikale bzw. Sauerstoffspezies abfängt, bevor sie andere Moleküle schädigen können. Dabei wird das reduzierte Vitamin C selber oxidiert und ist danach inaktiv. Durch diesen Mechanismus, werden schädigende Moleküle entschärft und können so keine weiteren Strukturen mehr beschädigen. 

So schützt es beispielsweise auch Lipide (Fette) vor dem Umbau zu Lipidperoxiden, welche sich äußerst schädlich auf unseren Organismus auswirken. Aber auch einige andere Strukturen wie z.B.: Proteine oder unsere Zellmembranen werden vor der Zerstörung geschützt. 

Z.B. auch die guten Omega 3 Fettsäuren sind Moleküle, die sehr schnell reagieren und können durch zu viele Radiale bzw. zu wenig Antioxidantien geschädigt werden und werden dadurch letzten Endes ranzig.

Vitamin C hat neben der Funktion als potentes Antioxidans aber einige weitere Funktionen, von denen ich hier einige aufführen möchte, um klar zu machen, das es eines der wichtigsten Supplemente darstellt, gerade bei vielen Erkrankungen und erhöhtem Stresslevel.

Es sorgt für die Regeneration von Vitamin E und sollte daher immer bei der Supplementation ergänzt werden, um dessen Potenz zu steigern. Vitamin E ist ebenfalls ein als Antioxidans wirkendes Vitamin, welches allerdings, wie eine Vitamin, bei zu hoher Dosierung auch negativ bzw. entzündungsfördernd wirken kann.

Zusammen mit Vitamin E und einigen anderen Molekülen überführt Vit C auch Glutathion von seiner inaktiven oxidierten Form in die aktive reduzierte Form. Glutathion hat ähnliche Eigenschaften wie Vitamin C und wirkt ebenfalls als Antioxidanz.

In der modernen Krebsforschung wird Vitamin C sogar eine antikanzerogene (gegen Krebs) Eigenschaft zugeschrieben. Es hemmt die Bildung von Nitrosaminen, deren karzinogene Wirkung bewiesen ist. Des Weiteren schützt es unsere DNA vor oxidativen Schäden.

Aber auch andere Erkrankungen wie z.B. Menschen mit einer ausgeprägten Hypertonie (Bluthochdruck) können von der blutdrucksenkenden Funktion von Vitamin C profitieren, indem es das Endothel, die Zellen, die unsere Gefäße von innen aushüllen, schützt und dafür sorgt, dass sich diese Gefäße in ihrem Durchmesser weiten. Dadurch sinkt der Blutdruck langfristig ab. Des weiteren kommen Zellschäden, wie sie unter anderem auch bei einem Herzinfarkt vorkommen, durch Entzündungen zustande und besonders diese werden von Vitamin C unterdrückt bzw. abgefangen. 

Vitamin C spielt des weiteren eine entscheidende Rolle in der Kollagenbiosynthese. In diesem Kontext stimuliert es die Genexpression und hilft bei Entwicklung und Reifung des Knorpels. Auf Grund dessen, macht es Sinn Vitamin C nach Verletzungen für die Dauer der Genesung hochdosiert zu ergänzen.

Jetzt stell sich die Frage, was ist eine gute bzw. sinnvoll Dosis und welches Produkt würde ich empfehlen?

Wichtig ist, dass die Supplementation im besten Falle in Verbindung mit Bioflavanoiden erfolgen sollte, dass bedeutet das Produkt sollte diese ebenfalls enthalten. Ein geeignetes Produkt wäre z.B. von Nature’s plus - Super C Komplex.

Hier ist eine Dosierung von 1-5g/Tag problemlos möglich. Es hängt natürlich davon ab, welchen Lebensstil man hat und wie die Ernährung sonst so von statten geht…

Bei akuten Erkrankungen werden bis zu 25g täglich über die Vene gegeben (dies sollte allerdings logischer weise von einem Arzt gemacht werden und überwacht werden!!)

 

Bleibt gesund

 

Euer Thiemo

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