GLUTEN is toxic

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# 17 Gluten is toxic

 

Das ewige Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeiten begleitet jeden von uns auf der Reise zu der gesündesten Version von uns selbst und auch bei jedem Gang in den Supermarkt.

Das Wort GLUTENFREI wird heutzutage vielseitig von der Lebensmittelindustrie genutzt und mit gesunder Ernährung gleichgesetzt. Doch was ist an diesem neumodernen Lifestyle nun wirklich dran?

Zunächst einmal müssen wir die medizinischen Diagnosen von einander unterscheiden, denn was viele nicht wissen - es gibt nicht nur DIE eine Erkrankung bei dem Gluten zu Problemen führt. Es gibt viel mehr eine Art Formkreis, der durch Gluten negativ beeinflusst wird und die klassische Zöliakie.

Hierzu unterteilt man in der funktionellen Medizin zunächst die Art der Nahrungsmittelunverträglichkeiten in deren Ursachen, nämlich in eine immunologisch und eine nicht-immunologisch bedingte Form.

 

 

In dem hier gezeigten Schaubild, ist die generelle Einteilung zu sehen. Wir beschäftigen uns heute mit der Weizenunverträglichkeit, der Zöliakie. Synonyme für diese Erkrankung sind z.B. auch glutensensitive Enteropathie oder auch einheimische Sprue. Aus dem Schaubild ist zu erkennen, dass es sich dabei um eine immunologisch bedingte Autoimmunerkrankung handelt.

Die genaue Definition könnte lauten:

Die Zöliakie ist eine autoimmun-bedingte, durch Gluten ausgelöste, lebenslange Enteropathie bei genetisch prödispositionierten Personen.

Die Erkrankung wird nun also durch Gluten verursacht, doch was ist Gluten genau? Es handelt sich dabei um das Klebeeiweiß in einigen Getreideprodukten. Hier sei jedoch gesagt, dass Zöliakiepatienten nur gegen die alkohollöslichen Fraktionen des Glutens reagieren. Dies sind die Prolamine. Diese befinden sich jedoch nicht nur im Weizen, sondern auch in Roggen und Gerste. Dadurch sollte klarwerden, dass Zöliakie also keine reine Unverträglichkeit nur gegen Weizen ist. Beim Weizen handelt es sich dabei um das Gliadin, um den genauen Namen einmal zu nennen.

Patienten dieser Erkrankung reagieren auf eine Gluten Exposition mit einer Reihe von Symptomen. Auch diese werden unterteilt, nämlich in typische und atypische. Bei den typischen handelt es sich um Diarrhoe, Gewichtsverlust, Malabsorption (mangelhafte Nahrungsaufnahme), Flatulenz, Schwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Blässe. Krämpfe, Schmerzen, Inappetenz, Gedeihstörungen, Übelkeit, Erbrechen und viele mehr. Interessant ist, dass der typische Symptomkomplex aus Diarrhoe, Gewichtsverlust und Malabsorption nur bei einem kleinen Teil der Patienten auftritt. Weitere atypische Symptome könnten z.B. Haarausfall, Hautausschläge, weibliche Infertilität, wiederholt auftretender Aborte, erhöhte Leberwerte, Hypotonie, Osteoporose, Avitaminosen, Eisen- und Folsäuremangel sein.

Nehmen wir die Definition nun einmal etwas genauer unter die Lupe.

Die Zöliakie ist eine autoimmun-bedingte, durch Gluten ausgelöste, lebenslange Enteropathie bei genetisch prödispositionierten Personen.

Beginnen wir mit dem autoimmunen Prozess im Darm.

 

IMD-Berlin

Gluten kommt im GI-Trakt (Gastrointestinal-Trakt) an, dockt an die Darmschleimhaut an und wird aufgenommen. Ein Enzym namens Gewebstransglutaminase sorgt dafür, dass das Gliadin von den großen Fresszellen, den Sarkophagen, aufgenommen wird. Dadurch kommt es zu einer komplexen Immunantwort, wodurch vermehrt T- und B-Zellen gebildet werden. Diese immunkompetenten Zellen können direkten Schaden ausüben oder als Antikörper fungieren und damit den Dünndarm schädigen.

Festzuhalten ist, dass es zu einem erheblichen Schaden unter Glutenaufnahme kommt.

 

Was wären nun die therapeutischen Prinzipien

1. Lebenslange glutunfreie Diät

2. Ausgleichen von Nahrungsmitteldefizieten (Mikronährstoffe und Vitamine)

 

Bei der glutenfreien Ernährung sind folgende glutenhaltigen Lebensmittel zu vermeiden: Weizen, Roggen, Hartweizen, Kamut, Ein- & Zweikorn, Dinkel.

Lebensmittel wie, Reis, Mais, Wildreis, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa gelten als glutenfrei und dürfen daher in vollem Umfang genossen werden.

Die Deutsche Zölliakie Gesellschaft berichtet folgendes - „…klinische Studien belegen, dass nicht kontaminierter Hafer, der gesondert für Zöliakiebetroffene angebaut und verarbeitet worden ist, von der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen beschwerdefrei (bei bis zu 50 g/Tag) vertragen wird.“ „.. eine geringe Anzahl von Zöliakiepatienten jedoch reagiert auf Hafer.“

Was ist nun mit Hafer? Hafer ist zwar glutenfrei, jedoch wird es in Deutschland zusammen mit Weizen angebaut. Dies führt dazu, dass der Hafer kontaminiert ist und daher der Konsum von Hafer in Deutschland nicht empfohlen wird.

Fällt die medizinische Diagnostik nun negativ aus, so hättet dies vor einigen Jahren noch bedeutet, dass die Ursache der Symptome nicht das Gluten ist. Heute jedoch bedeutet dies noch lange nicht, dass man nicht auf Gluten reagiert, sondern nur dass der typische Prozess der Zöliakie nicht in Gang gesetzt wird. Daher gibt es mittlerweile eine Reihe anderer definierter Erkrankungen, die in den gleichen Formkreis fallen, nämlich die Weizenallergie, die Gluten- oder Weizensensitivität.

Die Unterscheidung dieser ist medizinisch sehr komplex, jedoch haben auch diese beiden die gleiche Therapie, nämlich die glutenfreie Ernährung.

 

 

Bleibt gesund 

Euer Thiemo

Ein Gedanke zu „GLUTEN is toxic

  1. Schöner allgemeiner Überblick über die Thematik. Achtet doch bitte mal mehr auf die Rechtschreibung. Durch die Fehler wirkt der Text als ob er mal eben dahin geklatscht wurde und deutlich weniger seriös..

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