Der Blutdruck

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Heutiges Thema ist der Blutdruck - ist er vernachlässigbar?

Was spielt er für eine Rolle in unserem heutigen Leben? Was ist der Blutdruck überhaupt wirklich? Welche Werte sollten erreicht werden? Was hilft bei Bluthochdruck?
All das erfahrt ihr hier.

Zunächst einmal wird der Blutdruck mit dem Kürzel RR abgekürzt. RR steht dabei Riva Rocci, den Erfinder der Messung des Blutdrucks. Aber dazu nachher mehr.

Beginnen wir mal vorne.

Was ist der Blutdruck?

Zunächst einmal muss man zwischen den zwei verschiedenen Gefäßarten, die in unserem Körper den Blutfluss gewährleisten, unterscheiden. Da wären die Arterien und die Venen. Die Arterien sind definiert als die Gefäße, die das Herz verlassen. In den meisten Fällen transportieren sie sauerstoffreiches Blut. Die Venen führen zum Herzen hin und transportieren bis auf 2 kleine Ausnahmen sauerstoffarmes Blut. Die Ausnahmen sind die Pulmonal- und die Nabelgefäße, denn diese transportieren sauerstoffarmes Blut, sind aber dennoch Arterien und umgekehrt.

Ok viel zu den Basics. Zurück zum RR.

Der Blutdruck ist vereinfacht der Druck, der von Innen gegen die Gefäßwände drückt. Spricht man in der Medizin vom Blutdruck, so meint man in der Regel den arteriellen RR. Wenn ihr euch das gesamte Kreislaufsystem vorstellt, beginnt alles mit dem Herz, danach kommen Aorta —> Arterien —> Kapillaren —> Venen und dann wieder das Herz. Am größten ist der arterielle Blutdruck in der Aorta und je weiter er sich vom Herzen entfernt, desto mehr sinkt er ab. Der Blutdruck wird über viele verschiedene sehr komplexe Mechanismen reguliert, da wäre z.B. das Herz, die Gefäße selbst, und die Niere.

Was haben alle diese Regulatoren gemeinsam?

Sie werden alle durch die gleiche Steuereinheit reguliert - das Gehirn. Auch hier spielen Dinge wie Umgebungsreize, Neurostress eine große Rolle. Unser Alltag ist von so fast allen Dingen geprägt, die Stress verursachen und damit einen negativen Einfluß auf unseren Blutdruck und sämtliche Reaktionen haben können. Gerade daher ist es umso wichtiger, sich ab und an eine Auszeit zu nehmen und etwas für sich zu tun.

Nun haben wir besprochen was der Blutdruck eigentlich ist. Jetzt ist die Frage wie wird er gemessen oder warum überhaupt?

Bei der Messung kann man grob in invasiv und nicht-invasiv unterscheiden. Die invasive Messung wird hauptsächlich in der Anästhesie bei Operationen angewandt. Die nicht invasive Messung wird mittels einer Blutdruckmanschette und eines Stethoskops durchgeführt.
Die nicht invasive Messung wird leider meistens nur an einem Arm gemessen und es heißt dann oft man solle doch links messen, weil der Arm herznah ist. Egal ob ich links oder rechts messe, oder ob ich an der Wade messe oder wo auch immer, wichtig ist es, beide Seiten zu messen und es in einen sinnigen Gesamtkontext einzuordnen.

120/80 mmHg ist der laut WHO vorgegebene Standard-Normal-Wert. Dieser bezieht sich auf den arteriellen Blutdruck in der Aorta und der dafür sinnigste Messort sind die Arme. Betonung liegt hier auf ,,Arme’’ nicht auf ,,Arm’’. Es sollten also immer beide Arme gemessen werden. Es kann z.B. auf Grund gewisser Gefäßanomalien, Verletzung, Verstopfungen oder aber auch neuronalen Komponenten dazu kommen, dass der Druck auf den beiden Seiten unterschiedlich ist. Messe ich jetzt nur eine Seit, so orientiere ich mich vielleicht an der falschen und zeihe damit Rückschluss auf den gesamten Kreislauf.
Was bedeutet 120/80 mmHg eigentlich?

Die erste Zahl, also in diesem Falle 120 mmHg steht für den systolischen und die Zweite, hier also die 80 mmHg, steht für den diastolischen Wert des RR’s. Einfach ausgedrückt, besteht die Herzaktion aus 2 aufeinanderfolgenden Abläufen. Der Systole und der Diastole. In der Systole kontrahieren sich die Kammern, wodurch das Blut durch die Taschenklappen in den Kreislauf fließt. In der Diastole entspannen sich die Vorhöfe und dadurch fließt das Blut zurück ins Herz. Das ist wie gesagt sehr vereinfacht ausgedrückt und im Detail wesentlich komplexer.
Die Werte, die von der Norm abweichen, egal ob nach unten oder nach oben sind zunächst auffällig und es Bedarf einer regelmäßigen Kontrolle.

Der Blutdruck ist einer der wichtigsten Parameter um den Kreislaufzustand eines Patienten, eines Kunden oder eines Sportlers einzuschätzen. Er gibt primär Rückschlüsse über die Gegebenheiten der Gefäße und des Herzens. Zumindest werden diese Ergebnisse immer in diesem Kontext interpretiert und selten in ein sinniges Gesamtkonzept eingeordnet.

Wie oft habe ich nun schon mitbekommen, dass der RR zu hoch ist, und direkt eine Gegenregulation in Form von Betablockern gestartet wird und das obwohl das Problem vielleicht an einer ganz anderen Stelle sitzt. Auch hier sei wieder unsere Hauptsteuerzentrale - das Gehirn - erwähnt. Habt ihr zu viel Stress und dieser bewirkt einen bionegativen Reiz in euerem Gehirn, so wirkt sich dies auch auf euren Blutdruck aus.
Nehmt ihr jetzt ein Medikament und geht das Grundproblem nicht an, so wird daraus letztenendes eine Teufelskreis… Ihr werdet immer mehr brauchen weil euer Körper versuchen wird gegen zu regulieren. Natürlich gibt es auch die Fälle in denen es durchaus Sinn macht auf medikamentöse Hilfe um zu steigen. Dies sind meistens übergewichtige Menschen, die von einer Gewichtsabnahme am allermeisten profitieren würden. Aber das wäre wieder zu viel Arbeit…

Die BESTE Therapie bei einem arteriellen Hypertonus (Bluthochdruck) ist in den meisten Fällen LIFESTYLECHANGING. Was so viel bedeutet wie, seine Lebensumstände zum positiven hin zu ändern. Bewegung wird euch langfristig und ganzheitlich am meisten weiter helfen!!

So viel zunächst zum Blutdruck.

Im nächsten Artikel geht es um sinnvolle Supplements, wie Sport sich auf den RR auswirkt und RR im Bezug auf Sportler.

Bleibt gesund

Euer
Thiemo

 

 

Quelle: netdoktor.de

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